Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich Stoffwechsel und Zellteilung. Alte Pferde brauchen oft länger für den Fellwechsel. Ihr Winterfell hält oft länger fest, und das Aushaaren zieht sich bis weit ins Frühjahr. Gleichzeitig neigen Senioren bei unzureichender Fütterung eher zu Nährstoffmängeln, was den Fellwechsel zusätzlich verzögern kann. Ein sehr verzögerter oder unvollständiger Fellwechsel bei alten Pferden kann ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein (z.B. Cushing/PPID, siehe unten).
Fellwechsel beim Pferd: Ablauf, Tipps & optimale Unterstützung
Fellwechsel beim Pferd ist für Pferd und Besitzer jedes Jahr eine haarige Angelegenheit: Überall fliegen Haarbüschel umher – auf der Kleidung, im Putzkasten, im Auto. Für das Pferd bedeutet der Fellwechsel Schwerstarbeit, denn es muss in kurzer Zeit sein gesamtes Haarkleid austauschen. In diesem Ratgeber erfährst du, was im Pferdekörper während des Fellwechsels passiert und wie du dein Pferd beim Fellwechsel sinnvoll unterstützen kannst – durch richtige Fütterung, Pflege und Management.
Inhaltsverzeichnis
Der Fellwechsel beim Pferd: Wann und warum findet er statt?
Pferde wechseln zweimal im Jahr ihr Fell: vom dicken Winterfell zum leichten Sommerfell im Frühjahr und umgekehrt im Herbst. Auslöser für den Fellwechsel ist vor allem die Tageslichtlänge. Über die Zirbeldrüse im Gehirn wird anhand der Tageslichtdauer das Hormon Melatonin gesteuert, das dem Körper signalisiert, wann es Zeit für den Fellwechsel ist. Im Frühjahr (etwa ab Januar, wenn die Tage wieder länger werden) beginnt das Pferd, sein Winterfell abzuwerfen. Im Herbst (ab August/September, wenn die Tage kürzer werden) wächst das dichte Winterfell nach. Die Außentemperatur spielt eine untergeordnete Rolle: Sie beeinflusst hauptsächlich, wie dick das Fell wird. Ein plötzlicher Kälteeinbruch oder warme Tage können den Fellwechsel etwas verzögern bzw. beschleunigen, doch der Haupttaktgeber bleibt das Licht.
Wie lange dauert der Fellwechsel?
Das ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. In der Regel dauert der Übergang vom Winter- zum Sommerfell rund 8–12 Wochen (ungefähr Januar bis März). Den Wintermantel legen viele Pferde vollständig bis spätestens April/Mai ab. Der Wechsel zurück zum Winterfell im Spätsommer beginnt oft im September und ist bis November abgeschlossen. Rasse und Haltung beeinflussen die Dauer und Ausprägung: Robustpferde und Ponys (z.B. Isländer, Shettys, Fjordpferde) entwickeln sehr viel Fell und haaren entsprechend länger, während Araber oder Vollblüter meist ein dünneres Fell haben und schneller wechseln. Pferde in Offenstallhaltung oder im kalten Klima bekommen oft mehr Winterfell als Boxenpferde in warmen Ställen. Wichtig zu wissen: Ein Pferd produziert das ganze Jahr über Haare. Wenn im Frühjahr bereits büschelweise Winterhaare ausfallen, ist das Sommerfell darunter schon weitgehend fertig entwickelt – der eigentliche Fellwechsel hat also schon Wochen vorher im Verborgenen stattgefunden.
Was passiert im Körper während des Fellwechsels?
Der Fellwechsel ist ein intensiver Stoffwechselprozess. Der Pferdekörper muss in kurzer Zeit Millionen neuer Haare bilden und alte Haare ausstoßen. Haare bestehen hauptsächlich aus Keratin, einem Eiweiß (Protein). Daher läuft die Proteinproduktion auf Hochtouren. Gleichzeitig werden verstärkt Nährstoffe wie Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente benötigt, um das Haarwachstum zu ermöglichen. Die Durchblutung der Haut steigt an, damit die Haarwurzeln gut versorgt werden – deshalb tut den meisten Pferden regelmäßiges Putzen jetzt besonders gut (es fördert die Durchblutung).
Für den Organismus bedeutet das Ganze einen enormen Kraftakt: Viele Pferde wirken in dieser Phase müde oder matt, weil ein Großteil der Energie und Nährstoffe in den Fellwechsel fließt. Manchmal verliert ein Pferd sogar etwas an Gewicht oder Muskulatur, da Ressourcen aus Fett- und Eiweißreserven mobilisiert werden, um das neue Fell zu bilden. Das Immunsystem wird ebenfalls stark beansprucht. Ohne optimale Versorgung kann der Fellwechsel daher stocken oder zum Gesundheitsrisiko werden.
Fazit
Der Fellwechsel ist kein oberflächlicher Prozess, sondern echte Schwerstarbeit für den Pferdekörper. Gesteuert wird er vor allem durch das Tageslicht, nicht durch die Temperatur. Über Wochen hinweg laufen Stoffwechsel, Haut und Immunsystem auf Hochtouren, um das neue Fell zu bilden. Deshalb wirken viele Pferde in dieser Zeit müde oder weniger belastbar. Wer den Fellwechsel versteht, kann sein Pferd gezielt unterstützen – mit angepasster Fütterung, guter Pflege und etwas Geduld.
Typische Probleme im Fellwechsel: Wenn der Haarwechsel zur Herausforderung wird
Für die meisten gesunden Pferde ist der Fellwechsel zwar anstrengend, aber problemlos zu bewältigen. Manche Pferde benötigen jedoch besondere Unterstützung, insbesondere:
Pferde mit dem Cushing-Syndrom (PPID) zeigen oft einen gestörten Fellwechsel. Sie entwickeln einen extrem dichten, langen und gelockten Pelz (Hirsutismus), der im Frühjahr kaum von selbst ausgeht. Diese Pferde behalten ohne Unterstützung teilweise das dicke Fell sogar im Sommer, was zu Überhitzung und Hautproblemen führen kann. Hier hilft meist nur ein Scheren des Fells, sofern Medikamente und Fütterungsanpassungen nicht ausreichen, um das Fellwechselproblem zu lösen. Auch Stoffwechselstörungen (z.B. Unterfunktion der Schilddrüse bei Jodmangel) oder generell hormonelle Ungleichgewichte können den Fellwechsel negativ beeinflussen.
Fehlen wichtige Nährstoffe im Futter, hat es das Pferd schwer, sein Haarkleid zu erneuern. Insbesondere ein Eiweißmangel oder Mangel an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen (Zink, Selen, Kupfer, etc.) führt dazu, dass das alte Fell “festgehalten” wird, weil nicht genügend Bausteine für das neue Haar vorhanden sind. Solche Pferde behalten ein struppiges, glanzloses Fell und haaren ewig weiter. Oft ist ein schleppender Fellwechsel im Frühjahr ein Zeichen, dass im vorangegangenen Winter (oder bereits im Herbst) die Fütterung nicht optimal war. Das sieht man häufig bei Pferden, die z.B. aus Angst vor Übergewicht auf strenger Diät standen und dadurch unterversorgt sind. Merke: Je mehr Fell ein Pferd hat, desto mehr Nährstoffe braucht es für dessen Erhalt und Neubildung. Ein Shetlandpony im Plüschfell hat also einen deutlich höheren Bedarf an Eiweiß, Vitaminen und Mineralien als ein feinhaariges Vollblut.
Durch die hohe Stoffwechselbelastung im Fellwechsel sind viele Pferde anfälliger für Infekte. Kleine Erkältungen oder Husten treten in dieser Zeit vermehrt auf. Auch angelaufene Beine (geschwollene Fesselgelenke) werden manchmal bei empfindlichen Pferden beobachtet – bedingt durch den Stress für Stoffwechsel und Lymphe. Gerade Hautprobleme häufen sich: Die Haut kann im Fellwechsel trocken und schuppig werden, da viele Nährstoffe zunächst ins Haar gehen. In dem feucht-warmen Mikroklima des dichten Fells können sich außerdem Hautpilze oder Ekzeme leichter entwickeln. Juckreiz durch lose Haare führt dazu, dass sich Pferde häufiger scheuern, was Hautirritationen verursachen kann.
Wenn ein Pferd sehr unter dem Fellwechsel leidet (starke Abmagerung, extreme Müdigkeit, anhaltend schlechtes Fell, gesundheitliche Probleme), sollte man die Fütterung überprüfen und gegebenenfalls den Tierarzt hinzuziehen. Oft lassen sich mit der richtigen Unterstützung viele dieser Probleme lindern oder vermeiden.
Fütterung im Fellwechsel – das Pferd von innen unterstützen
Die richtige Ernährung ist der Schlüssel, um deinem Pferd durch den Fellwechsel zu helfen. Im Fellwechsel steigt der Bedarf an Nährstoffen deutlich an. Mit diesen Fütterungs-Tipps unterstützt du dein Pferd optimal:
Als Hauptbestandteil der Haare ist Protein das A und O. Pferde sollten während des Fellwechsels genug hochwertiges Eiweiß erhalten. Gutes Heu liefert normalerweise Protein, jedoch kann spät geschnittenes oder überständiges Heu im Winter relativ eiweißarm sein. Falls dein Pferd im Frühjahr nur Heu und Stroh bekommt, kannst du es mit eiweißreichen Futtermitteln unterstützen. Luzerne (Alfalfa), Sojaprotein oder auch Ölsaaten wie Leinsamen und Hanfsamen sind wertvolle Eiweißquellen. Sie liefern essentielle Aminosäuren (wie Lysin, Methionin und Cystein), die der Körper für die Keratinbildung braucht. Achte bei eiweißreicher Zufütterung aber stets auf verträgliche Mengen, um den Stoffwechsel nicht zu überlasten.
Im Fellwechsel benötigt der Körper vor allem Vitamin A, Vitamin E und B-Vitamine in ausreichender Menge. Vitamin A (bzw. sein Vorläufer Beta-Carotin) ist wichtig für Haut und Haarwachstum – es steckt z.B. in Karotten oder guten Gras-/Heusorten. Vitamin E wirkt als Antioxidans, das die neuen Haarzellen vor oxidativem Stress schützt. Die B-Vitamine (B-Komplex) spielen eine große Rolle im Energiestoffwechsel und bei der Zellteilung. Besonders Biotin (Vitamin H) ist bekannt für seine positive Wirkung auf Fell und Hufe: Im Fellwechsel kann eine Biotin-Zugabe sinnvoll sein, um Haarwachstum und Hautregeneration zu unterstützen. Normalerweise produziert die Darmflora des Pferdes genug Biotin selbst, aber in Phasen erhöhten Bedarfs (wie Fell- und Haarbildung) kann zusätzliches Biotin über ein Ergänzungsfutter helfen.
Eine lückenlose Mineralstoffversorgung ist jetzt entscheidend. Zink und Kupfer sind z.B. zentrale Spurenelemente für gesundes Fell. Zink sorgt für stabile Haarstrukturen und gesunde Haut – fehlt Zink, wird das Fell stumpf, brüchig und die Haut kann sich schlechter regenerieren. Kupfer ist unter anderem an der Pigmentierung und Elastizität des Haares beteiligt; Kupfermangel zeigt sich oft in ausgeblichenem, glanzlosem Fell und stehenden, struppigen Haaren. Auch Selen und Mangan sollten im Fellwechsel nicht fehlen: Mangan unterstützt die Kollagenbildung und damit die Elastizität von Haut und Haar, Selen ist wichtig fürs Immunsystem und arbeitet mit Vitamin E zusammen, um Zellschäden vorzubeugen. Jod benötigt die Schilddrüse, um den Stoffwechsel (und damit indirekt den Fellwechsel) in Schwung zu halten. Tipp: Füttere ein gutes Mineralfutter bzw. einen Vitamin-Spurenelemente-Mix entsprechend den Herstellerangaben. So stellst du sicher, dass dein Pferd täglich alle benötigten Mikronährstoffe erhält. Überdosierungen sollten vermieden werden – mehr ist nicht immer besser, denn eine extreme Überversorgung kann den Organismus ebenfalls belasten. Halte dich an die empfohlenen Mengen und kombiniere nicht wahllos viele verschiedene Zusatzfutter ohne Plan.
Wenn dein Pferd im Fellwechsel an Gewicht verliert oder sehr schlank ist, scheue dich nicht, die Futtermenge leicht zu erhöhen. Durch den erhöhten Stoffumsatz verbrauchen manche Pferde mehr Kalorien. Hochwertiges Heu (ständige Verfügbarkeit) ist die beste Basis. Falls nötig, gib moderat Kraftfutter oder energiereiche Fasern (z.B. Rübenschnitzel, Heucobs) hinzu, damit das Pferd nicht abbaut. Öl ist ebenfalls ein guter Energielieferant: Ein Schuss Leinöl oder ein anderes hochwertiges Pflanzenöl im Futter liefert zusätzliche Kalorien in Form von ungesättigten Fettsäuren (Omega-3 und -6). Diese Fettsäuren stärken zugleich Haut und Fell und können für extra Fellglanz sorgen. Insbesondere Leinöl hat sich bewährt, da es reich an Omega-3-Fettsäuren ist, die auch entzündungshemmend wirken.
Der Fellwechsel kann die Leber fordern, da viele Stoffwechselprodukte anfallen. Du kannst die Leber deines Pferdes mit Kräutern und speziellen Kuren unterstützen. Bewährt hat sich z.B. Mariendistel (Mariendistelsamen oder -kraut), die schützende Pflanzenstoffe für die Leber enthält. Auch Brennnessel und Löwenzahn gelten als traditionelle Frühjahrskräuter, die den Stoffwechsel ankurbeln und die Ausscheidung unterstützen (sie wirken leicht entwässernd und liefern zusätzlich Mineralstoffe). Wenn du solche Kräuter fütterst, gib sie am besten als Kur über einige Wochen im Fellwechsel. Achte darauf, hochwertige, ungiftige Kräuter zu verwenden und im Zweifel den Tierarzt oder Fütterungsberater zu fragen.
Ein beliebtes Zusatzfutter im Fellwechsel ist Bierhefe. Sie enthält viele B-Vitamine, Aminosäuren sowie Mineralstoffe (wie Zink, Eisen). Bierhefe kann die Darmflora und Verdauung unterstützen und gleichzeitig für ein glänzendes Fell sorgen. Besonders Pferde mit Hautproblemen (schuppige Haut, Pilzanfälligkeit) profitieren oft von Bierhefe im Futter.
Fütterung im Fellwechsel bedeutet vor allem, Bedarfslücken zu schließen. Stelle sicher, dass dein Pferd weder in Eiweiß noch in Vitaminen/Mineralien knapp versorgt ist. Oft reicht bereits ein gutes Grundfutter-Management mit reichlich Heu, passendem Kraftfutter und einem ausgewogenen Mineralfutter aus. Zusätze wie Öl, Hefe oder Kräuter sind das i-Tüpfelchen bei erhöhtem Bedarf. Beginne am besten vor dem Fellwechsel (spätestens im Spätwinter bzw. Spätsommer) mit der Optimierung der Ration, damit dein Pferd mit vollen Depots in die Fellwechselphase startet.
Pflege im Fellwechsel - Unterstützung von außen
Neben der Fütterung kannst du dein Pferd auch durch Pflegemaßnahmen beim Fellwechsel unterstützen. Die richtige Fellpflege erleichtert dem Pferd das Loswerden der alten Haare und tut gleichzeitig der Haut gut:
Tägliches oder wenigstens mehrmals wöchentliches Putzen ist während des Fellwechsels ein Muss. Dein Pferd wird die intensiven Putzsession genießen, weil es wahrscheinlich überall juckt, wenn die losen Haare pieksen. Mit Striegel, Kardätsche und Co. entfernst du abgestorbene Haare und Schuppen aus dem Fell. Durch das kräftige Bürsten wird außerdem die Durchblutung der Haut angeregt, was den Haarwechselprozess beschleunigt. Nimm dir also ruhig etwas länger Zeit fürs Putzen – es ist nicht nur Sauberkeitspflege, sondern auch Wellness fürs Pferd.
Es gibt spezielle Fellwechselhelfer-Bürsten und Striegel, die losen Haaren besonders effektiv den Garaus machen. Zum Beispiel helfen Gummistriegel, Federstriegel (mit feinen Metallbogen) oder sogenannte Fellwechsel-Kämme dabei, das dichte Winterfell herauszukämmen. Auch Gummihandschuhe mit Noppen oder Massagebürsten können lose Haare gut aufnehmen und gleichzeitig sanft massieren. Probier aus, welche Bürste dein Pferd am angenehmsten findet – einige lieben den Metallstriegel, bei anderen muss es weicheres Gummi sein. Wichtig ist, dass du in Fellrichtung und mit ein wenig Druck bürstest, um die Unterwolle zu lösen. Achtung bei empfindlichen Pferden: Lieber mit sanfteren Bürsten anfangen, damit es nicht unangenehm ziept.
Durch den Fellwechsel juckt es viele Pferde am ganzen Körper. Regelmäßiges Putzen ist die beste Vorbeugung gegen Scheuern, weil du den Juckreiz dadurch minderst. Achte trotzdem darauf, dass dein Pferd Möglichkeiten hat, sich zu schubbern, ohne sich zu verletzen – zum Beispiel eine rauhe Bürste an der Boxenwand oder ein Kratzbaum im Offenstall. So kann es sich kratzen, ohne Zäune oder Türen zu beschädigen. Kontrolliere beim Putzen auch typische Scheuerstellen (Brust, Mähnenkamm, Schweifrübe) auf Haarbruch oder Rötungen und behandle sie gegebenenfalls mit geeigneten Pflegeprodukten (z.B. hautberuhigende Lotion).
Ein Pferde Dusche kann am Ende des Fellwechsels hilfreich sein, um die letzten losen Haare und den Winterstaub auszuwaschen. Gerade Pferde mit Schuppen oder Hautproblemen können von einer Dusche mit speziellem Pferdeshampoo profitieren. Allerdings sollte es dafür schon warm genug draußen sein, damit sich das Pferd nicht erkältet. Während des hauptsächlichen Fellwechsels im Frühjahr ist die Außentemperatur oft noch kühl – da zieht man gründliches Putzen dem Waschen vor.
Manche Pferde werden im Spätwinter bereits geschoren (z.B. Sportpferde, die stark schwitzen). Ist dein Pferd im Winter geschoren worden, erleichtert das natürlich den Fellwechsel im Frühjahr – es muss weniger Haar loswerden. Pferde die nicht geschoren sind entwickeln hingegen volles Winterfell. Hier kann es passieren, dass sie im März/April bei plötzlicher Wärme sehr schwitzen, weil das Winterfell noch nicht vollständig weg ist. Unterstütze dein Pferd dann, indem du es eventuell teilweise scherst (z.B. nur Hals und Brust) oder passend eindeckst. Eine leichte Decke nachts kann bei einem früh geschorenen Pferd helfen, damit es bei Kälteeinbrüchen nicht friert, während andere bereits ihr Fell abwerfen. Grundsatz: Passe Management und Eindeckung an den Fellwechsel deines Pferdes an. Weder soll es mit dickem Fell in der Frühjahrssonne schwitzen, noch mit dünnem Fell im Spätfrost schlottern. Im Zweifel ist es besser, ein bereits dünn behaartes Pferd bei Kälte einzudecken, als seinen Fellwechsel durch permanentes Frieren zu bremsen.
Im Fellwechsel lohnt es sich, ein Auge auf die Haut deines Pferdes zu haben. Durch die Belastung treten wie erwähnt gerne mal Hautirritationen, Pilzstellen oder Mauke/Ekzem auf. Prüfe beim Putzen die Haut auf Rötungen, Krusten oder kahle Stellen. Falls du Auffälligkeiten entdeckst, behandle sie frühzeitig. Bei anhaltenden oder großflächigen Hautproblemen sollte der Tierarzt hinzugezogen werden. Durch gute Fellpflege (saubere Bürsten, Pferd trocken halten, Schweiss nach dem Training aus dem Fell bürsten) kannst du vielen Hautproblemen vorbeugen.
Halte in der Fellwechselzeit auch Sattelzeug und Decken sauber. In den haarigen Frühjahrswochen sammeln sich Unmengen Haare in Schabracken, Abschwitzdecken und sogar im Stall. Entferne lose Haare von den Decken (es gibt spezielle Fusselbürsten oder Gummihandschuhe dafür) und wasche Schabracken häufiger. Ein haarfreies Equipment beugt Hautreizungen unter dem Sattel vor und macht das Leben auch für dich als Reiter angenehmer.
Fazit
Der Fellwechsel beim Pferd erfordert zwar ein bisschen Extra-Arbeit und Aufmerksamkeit, aber mit dem richtigen Wissen lässt er sich gut managen. Wichtig ist, frühzeitig vorzubeugen: Sorge dafür, dass dein Pferd mit allen nötigen Nährstoffen versorgt ist, bevor der Fellwechsel beginnt. Während der haarigen Phase gönne deinem Vierbeiner viel Pflege und beobachte sein Befinden. Die meisten Pferde kommen mit etwas Unterstützung gut durch den Fellwechsel und danken es dir mit einem glänzenden Sommerfell. Wenn Fütterung, Fellpflege im Fellwechsel und Management stimmen, muss dich die Zeit der fliegenden Haare nicht schrecken – sie ist sogar ein Zeichen dafür, dass der natürliche Rhythmus funktioniert und dein Pferd bereit für die nächste Jahreszeit ist.
Häufige Fragen zum Fellwechsel beim Pferd 💡
Der Fellwechsel startet schon mitten im Winter: Ab ca. Ende Dezember/Anfang Januar werden die Tage langsam länger, was beim Pferd die Produktion von weniger Melatonin bewirkt. Dieses Signal löst den Abbau des Winterfells aus. Sichtbar wird der Fellwechsel meist ab Februar, wenn die ersten Wollbüschel aus dem Fell kommen. Junge, gesunde Pferde fangen oft früher an zu haaren, ältere oder kranke etwas später. Der genaue Startzeitpunkt variiert je nach Klima, Haltung und individuellem Pferd – aber grob gesagt: Im Spätwinter geht es los mit dem Wegwerfen des Winterpelzes. Den Herbst-Fellwechsel (Sommer- zu Winterfell) merkt man ungefähr ab September, wenn die Tage kürzer werden.
Die Dauer des Fellwechsels hängt von vielen Faktoren ab. Durchschnittlich kann man sagen, dass der Frühjahrs-Fellwechsel etwa 8 bis 10 Wochen dauert, bis das komplette Sommerfell da ist. Einige Pferde sind schon Ende März fast haarfrei, andere haaren bis in den Mai hinein. Der Herbst-Fellwechsel geht oft etwas schneller; innerhalb von ca. 6–8 Wochen ist das dichte Winterfell meist vollständig nachgewachsen (etwa von September bis Oktober/November). Bei alten Pferden oder solchen mit Stoffwechselproblemen kann es in beiden Fällen länger dauern. Wichtig: Der Fellwechsel läuft kontinuierlich – oft ist er schon abgeschlossen, bevor wir das letzte Haar ausgeputzt haben. Wenn ein Pferd im Juni immer noch Winterfellfetzen trägt, stimmt wahrscheinlich etwas nicht.
Du kannst dein Pferd im Fellwechsel am besten durch optimierte Fütterung und intensive Pflege unterstützen. Achte darauf, dass es alle wichtigen Nährstoffe bekommt: genug Eiweiß (z.B. über Luzerne oder etwas Mash), ausreichend Mineralfutter für Zink, Selen & Co., sowie ggf. Vitamine/Biotin als Zusatz. Viele Pferde freuen sich auch über Bierhefe oder Leinöl im Futter während dieser Zeit. Gleichzeitig solltest du dein Pferd häufig striegeln und bürsten, damit die alten Haare rauskommen und die Haut durchblutet wird. Tägliches Putzen lindert Juckreiz und kann den Fellwechsel etwas beschleunigen. Achte zudem auf sein Wohlbefinden: Braucht es eine Decke bei Kälte, weil es schon wenig Fell hat? Oder schwitzt es in der Mittagssonne und sollte eventuell geschoren werden? Indem du auf Fütterung und Pflege achtest, hilfst du deinem Pferd, den Fellwechsel stressfrei zu meistern.
Nicht jedes Pferd braucht zwingend Zusatzfutter, wenn die Grundversorgung stimmt. Ein ausgewogenes Mineralfutter sollte allerdings ganzjährig Standard sein – es liefert Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Mangan, die im Fellwechsel besonders wichtig sind. Wenn dein Pferd über Heu, Gras und ggf. Kraftfutter ausreichend Eiweiß und Energie bekommt, sind keine großen Futtermengenänderungen nötig. Sinnvoll sein können aber gezielte Ergänzungen: Viele Besitzer füttern im Fellwechsel gern Bierhefe (für B-Vitamine und Darmgesundheit), Leinsamen oder Leinöl (für Fettsäuren und Eiweiß) und Biotin oder spezielle Fellwechsel-Kräutermischungen. Diese können helfen, aber sie sind kein Muss. Entscheidend ist, dass keine Mängel entstehen. Prüfe also zuerst, ob dein Pferd eventuell zu wenig bekommt (z.B. analysiere das Heu auf Protein oder lass einen Blutcheck machen, wenn Unsicherheit besteht). Zu viel des Guten sollte man aber auch vermeiden: Bitte füttere nicht wahllos alle erhältlichen Pulver gleichzeitig. Halte dich an Empfehlungen und beobachte, was dein Pferd wirklich braucht. Oft reichen kleine Kuren über 4–8 Wochen mit einem oder zwei ausgewählten Produkten (z.B. Hefe + Öl), um einen positiven Effekt zu sehen.
Eine optimale Entgiftung ist entscheidend während des Fellwechsels. Denn im Fellwechsel werden die Leber und Nieren stark belastet und müssen unterstützt werden. Eine Entgiftungskur ist eine einfache Methode, um die Gesundheit von innen zu fördern, die Entgiftungsorgane Leber und Niere zu entlasten und das Immunsystem zu stärken.
Der Leber-Nierensaft unterstützt die körpereigenen Entgiftungsprozesse und trägt zur Linderung von Hautproblemen wie Ekzeme, Juckreiz und Schuppen bei. Er sorgt für einen optimalen Stoffwechsel, glänzendes Fell und eine natürliche Entgiftung.
Verliert ein Pferd auch spät im Frühjahr das Winterfell nicht richtig, sollte man die Ursache suchen. Häufige Gründe sind Altersschwäche oder Cushing-Syndrom (PPID). Bei älteren Pferden hilft es oft, die Fütterung aufzuwerten (besonders Protein und Mineralstoffe) und eventuell mit B-Vitaminen zu unterstützen. Ist PPID im Spiel, gehört das Pferd in tierärztliche Behandlung. Unterstützend kann man solchen Pferden ebenfalls eine nährstoffreiche Diät geben. Generell gilt: Wenn das alte Fell im Sommer noch dran bleibt, kann man dem Pferd durch Scheren Erleichterung verschaffen. Ein Kurzhaar-Schnitt im April/Mai sorgt dafür, dass es nicht unter dem alten Pelz schwitzt. Gleichzeitig sollte man durch Bluttests oder einen Check-up abklären lassen, warum der Fellwechsel ausbleibt. Manchmal sind auch Parasiten (Haarlinge, Milben) mitverantwortlich, die das Fell struppig halten – eine gründliche Parasitenbehandlung (Waschen, Insektizide nach Anweisung) kann dann nötig sein. Im Normalfall sollte jedoch bis spätestens Juni das Winterfell komplett aus sein. Ist dem nicht so, bitte Tierarzt konsultieren.
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