- Mechanisch: durch Staub oder Rauch
- Thermisch: durch Stallbrand oder Kälte
- Chemisch: durch Ammoniak
- Infektiös: durch Viren, Bakterien, Pilze und/oder Parasiten
- Immunogen: durch Pilze und Milben
Husten beim Pferd
Der plötzliche Wetterumschwung von Herbst auf Winter ist vollzogen und schon hört man aus den Boxen, der Halle oder auf der Koppel Pferde husten. Die Palette der Symptome reicht von einem kurzen Abhusten beim ersten Antraben über ständiges Husten beim Heufressen und eitrigem Nasenausfluss bis zur Pressatmung.
Inhaltsverzeichnis
In Pferdekreisen heißt es, dass es bei chronischen Atemwegsbeschwerden kaum mehr Chancen auf Besserung gibt. Also mit chronischem Husten beim Pferd abfinden? Nicht unbedingt, denn es gibt viele Möglichkeiten, Probleme der Atemwege zu behandeln! Im Folgenden eine Zusammenfassung zum Thema Lunge, Prävention von Atemwegsproblemen sowie zur Fütterung natürlicher Kräuter als Unterstützung bei Pferdehusten.
Wie erkenne ich Probleme der Atemwege bei meinem Pferd?
Einige Lungenproblematiken fallen sowohl im Ruhezustand als auch in der Belastung auf. Schon im Ruhezustand kann die Atemfrequenz des betroffenen Pferdes erhöht sein. Das Pferd pumpt/presst regelrecht die Luft aus der Lunge bis bei schweren, chronischen Lungenerkrankungen eine Art Muskelrinne eine so genannte „Dampfrinne“ äußerlich sichtbar wird. Eitriges Nasensekret kann ein weiteres Zeichen für eine Infektion im Respirationstrakt sein.
Anzeichen möglicher Probleme der Atemwege:
👉 Nasenausfluss: ein oder beidseitig, der nicht klar ist (gelb, eitrig)👉 Klarer Nasenausfluss: der über einen längeren Zeitraum anhält
👉 Erhöhte Atemfrequenz: über 15 Atemzüge pro Minute im Ruhezustand
👉 Husten: sporadisch bis häufig
👉 Reizhusten: bei bereits geringen Staubvorkommen
👉 Husten: bei Stimulation des Kehlkopfes
👉 Leistungsabfall: je nach Schweregrad und Disziplin
👉 Längere Regenerationsphase
👉 pathologische Atemgeräusche
👉 Fieber
👉 Kurzatmigkeit und Atemnot
Nicht alle Faktoren treten gleichzeitig auf. Es gibt durchaus Störungen der Atmung, welche genetisch bedingt bzw. angeboren sind. Die häufigsten Erkrankungen der Bronchien und Lungen sind die akute Bronchitis und in weiterer Folge die chronisch obstruktive Bronchitis (COB). Letzteres wird nach Gerber & Straub in zwei unterschiedliche Erkrankungen unterteilt.
Die IAD (Inflammatory Airway Disease)
kann unklare bzw. multifaktorielle Ursachen haben, alle Altersgruppen betreffen und ein bestimmtes klinisches und zytologisches (Blutbild) Krankheitsbild zeigen. Sie zählt als leichtgradige COB.
Die RAO (recurrent airway obstruction)
ist eine mittel- bis hochgradige Form von COB. Betroffen sind meist ältere Pferde über 7 Jahren. Diese zeigen asthmaartige Symptome sowie spezielle Entzündungsparameter. Gerber & Straub beschreiben dazu ebenfalls Krankheitsbilder, welche kaum Hustenanfälle oder nur leichtes Hüsteln aufweisen. Jene Fälle sind gekennzeichnet durch vorwiegend starken Leistungsabfall und benötigen zur Bestimmung der Erkrankung eine Bronchoskopie. Eine eindeutige Diagnose erstellt der Veterinärmediziner bzw. die Veterinärmedizinerin deines Vertrauens!
❓IAD (Inflammatory Airway Disease):
eine entzündliche Atemwegserkrankung bei Pferden, die vor allem die unteren Atemwege betrifft.
❓RAO (recurrent airway obstruction):
steht für rezidivierende Atemwegsobstruktion – auch bekannt als Dämpfigkeit.
Was sind die Ursachen für Erkrankungen der Bronchien und Lungen bei Pferden?
Generell kann man die Faktoren, welche zu Erkrankungen der Atemwege führen, in exogene (äußerliche) und endogene (innerliche) einteilen.
- Herz-Kreislauf Probleme
- Toxine (Gifte)
- Metabolische Entgleisung
- Metastatisch: durch einen Tumor oder eine Infektion
Die häufigsten Ursachen liegen allerdings an einer suboptimalen Haltung und Fütterung von Pferden. Schlechte Belüftung in Stallungen, erhöhte Ammoniakkonzentration gepaart mit Einstreu oder Raufutter aus schlechterer Qualität, ergeben meist eine zu hohe Belastung des Immunsystems und der Lunge. Eine akute Bronchitis ist die mögliche Folge. Wird diese nicht vollständig ausgeheilt, kann die Entzündung chronisch werden (IAD).
Husten, Nasenausfluss oder Leistungseinbußen sollten daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden!
Fazit - Atemwege
Erkrankungen der Atemwege bei Pferden sind häufig auf äußere Einflüsse wie Staub, schlechte Stallhygiene oder minderwertiges Futter zurückzuführen. Die Symptome reichen von gelegentlichem Husten bis hin zu chronischen, schweren Lungenerkrankungen. Eine frühzeitige Erkennung und gezielte Behandlung, kombiniert mit optimaler Haltung, Belüftung und der Unterstützung durch natürliche Kräuter, können langfristig zur Besserung beitragen – selbst bei chronischen Beschwerden. Prävention und konsequente Betreuung spielen dabei eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Pferdelunge.
Wie kann man Atemwegsprobleme vermeiden bzw. das betroffene Pferd unterstützen?
Prävention ist die beste Medizin! Die Haltungsbedingungen von Pferden sollten optimiert und das Grundfutter von bester Qualität sein. Regelmäßige Entwurmungen, die Stärkung des Immunsystems und des Stoffwechsels sowie eine an den Bedarf angepasste Fütterung inklusive Mineralstoffversorgung bildet die Basis für ein gesundes Pferd.
So kannst du die Atemwege deines Pferdes präventiv entlasten:
Die Atemwege deines Pferdes präventiv entlasten
Reite öfters am Außenplatz oder erst nach Bewässerung des Hallenbodens!
Achte auf hohe Qualität der Einstreu (Staubbildung durch Schimmel ist besonders gefährlich) oder wechsle auf staubarme Grundstreuarten wie Strohpellets oder Waldbodeneinstreu.
Achte auch hier auf beste Qualität! Vor allem RAO-Pferde sollten nicht in Kontakt mit Allergenen wie Futtermilben oder Schimmelsporen kommen. Du kannst das Heu auch bedampfen (Achtung: Bitte gleich nach dem Bedampfen füttern!) oder 10 Minuten in Wasser komplett einlegen (Achtung: Bitte nicht länger als 30 Minuten im Wasser stehen lassen und gleich füttern!).
Wenn dein Pferd nicht im Offenstall gehalten wird, wäre eine Außenbox bzw. Paddockbox mit viel frischer Luft zu empfehlen. Ist dies nicht möglich, achte darauf, dass häufig gelüftet und gemistet wird. Täglicher Koppelgang bietet nicht nur eine verbesserte Situation für die Lunge deines Pferdes sondern auch Abwechslung, Training und Lebensfreude für deinen Liebling!
Beschränke die Stallarbeit (Misten, Füttern, Einstreuen) auf die Zeit, in der die Pferde auf der Koppel bzw. außerhalb des Stalles sind. Staub hält sich noch längere Zeit nach dem Aufkehren in der Luft auf, auch wenn du ihn nicht sehen kannst. Du kannst vor dem Zusammenfegen die Stallgasse bewässern, um die Staubpartikel zu binden!
Miste mehrmals täglich aus oder überlege dir eine Lösung (Einstreu mit natürlicher Rotte, Pinkelplätze), die weniger Ammoniakbildung erzeugt.
"Hustenkräuter" - Kräuter zur Unterstützung bei Pferdehusten
Zur Unterstützung der oberen Atemwege sind Kräuter, die Wirkstoffgruppen wie Saponine, Flavonoide, Schleimstoffe und Ätherische Öle enthalten, besonders geeignet.
🌿 Saponine: verstärken den Auswurf von Schleim und machen ihn dünnflüssiger (erleichtern das Abhusten und Schleimlösen). Sie stärken die Bronchialmuskulatur und die Bewegung des Flimmerepithels.🌿 Schleimstoffe: werden antiphlogistische (entzündungshemmend) und reizlindernde Wirkungen zugesprochen
🌿 Flavonoiden: wurden u.a. antiphlogistische, antimikrobielle, antivirale, antioxidative und spasmolytische (auswurfsfördernde) Wirkungen beobachtet.
🌿 Ätherische Öle: wirken ebenfalls auswurffördernd, antiseptisch und entzündungshemmend
Eine Reihe von Kräutern erfüllen die oben genannten Kriterien und wirken zusätzlich bronchienerweiternd. Sie werden vorwiegend bei Katarrhen (Schleimhautentzündung der Atmungsorgane) und Infekten der Atemwege eingesetzt.
Ein paar Beispiele wären:
Das Besondere an Anisfrüchten ist der hohe Anteil an ätherischen Ölen (2-6%). Der Frucht wird eine auswurffördernde, schwach spasmolytische (krampflösend), karminative (blähungstreibend), antibakterielle, antimykotische (gegen Pilze) und antivirale Wirkung zugeschrieben.
Thymian enthält unter anderem 1-2,5% ätherische Öle. Diese spielen als Expektorans (schleimlösendes Hustenmittel) und Bronchospasmolytikum (Bronchien entkrampfend) bei akuten und chronischen Bronchitiden sowie bei Katarrhen der oberen Luftwege eine bedeutende Rolle.
In der Wurzel sind 10-20% Schleimstoffe enthalten sowie Pektine. Die Schleimstoffe bilden im speziellen eine schützende Schleimschicht im Mund- und Rachenbereich und zeigen dadurch eine hustenreizmildernde Wirkung.
Einer der wichtigsten Bestandteile in der Süßholzwurzel sind Saponine. Eines der Saponine ist Glycyrrhizin, welches in der Veterinärmedizin bei Entzündungen der Bronchien bei Pferden (sekretlösend und auswurfsfördernd) zur Anwendung kommt.
Der echte Salbei enthält unterschiedliche ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide. Besondere Wirksamkeiten des echten Salbei sind antiviral, antibakteriell, spasmolytisch (entkrampfend) und aufgrund der Bitterstoffe appetitanregend.
Die echte Kamille enthält Schleimstoffe, einen geringen Anteil an ätherischen Ölen sowie Flavonoide. Die Verwendung der Kamille ist traditionell bekannt als entzündungshemmende, antimikrobielle und verdauungsfördernde Unterstützung des Körpers. In der Veterinärmedizin findet sie weitere Einsatzgebiete, wie zur Wundheilung, als Radikalfänger und zur Förderung des Abhustens.
Fazit - Unterstützung
Eine lungenfreundliche Umgebung ist der Schlüssel zur Vorbeugung von Atemwegsproblemen bei Pferden. Optimale Haltungsbedingungen, staubarmes Futter und Einstreu, regelmäßige Entwurmungen sowie eine ausgewogene Fütterung stärken das Immunsystem und entlasten die Atemwege. Frische Luft, gute Stallhygiene und gezielte Kräuterunterstützung fördern die Atemwegsgesundheit – denn Prävention ist die beste Medizin!
So hilft dir EWALIA beim Husten deines Pferdes:
- schleimlösend und beruhigend zugleich
- mit natürlichen Antioxidatien
- mit wertvollen Hustenkräutern und Honig
- Schleimlösend und beruhigend zugleich
- Stützt die Zellregeneration und das Immunsystem
- Für starke Abwehrkräfte
- für Lunge, Haut & Darm
- stützt die Zellregeneration
- unterstützt das Immunsystem
Häufige Fragen💡
Bei Problemen/Beschwerden: 👉 Hier empfehlen wir die Kur mit 6 Litern
Dabei raten wir am Anfang den Mehrbedarf (3fache Tagesdosis) zu füttern. Du bleibst so lange auf der hohen Dosierung bis sich eine Verbesserung einstellt, plus 2 Tage. Danach den 2-fachen Normalbedarf füttern. Wenn die Verbesserung anhält, füttere die restlichen Flaschen mit der Dosierung laut Normalbedarf. Wie viel gefüttert werden muss, hängt immer von individuellem Problem ab. Also ob schneller eine Besserung vorliegt oder nicht.
Zur Vorbeugung: 👉 Hier empfehlen wir die Kur mit 3 Litern
Um Problemen vorzubeugen und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen: Präventiv, das heißt, kein Mehrbedarf, sondern nur der Normalbedarf über mindestens drei Wochen.
Bist du dir unsicher, ob dein Pferd unsere Produkte frisst? Kein Problem!Wir bieten dir unsere EWALIA Fressgarantie.
Akzeptiert dein Pferd unsere Produkte nicht, bekommst du von uns den vollen Kaufpreis zurück.Wie funktioniert's und was musst du beachten?Sende die Produkte einfach innerhalb von 30 Tagen nach Erwerb an uns zurück und fülle unser Formular mit den Details deiner Bestellung, einem kurzen ungeschnittenen Video deines Pferdes und dem Kaufbeleg aus.
Falls du deine EWALIA-Produkte in einem Handelsgeschäft gekauft hast, wende dich innerhalb von 30 Tagen nach Erwerb mit deinem Kaufbeleg und Video direkt an den Händler. Dieser wird dir den Kaufpreis sofort erstatten.Die Fressgarantie kann pro Kunde einmalig auf Produkte, die zum ersten Mal bestellt wurden, in Anspruch genommen werden.Pro Bestellung gilt die Garantie für bis zu zwei verschiedene Produkte.
Weitere Informationen zu unserer Fressgarantie findest du hier in unseren AGB's: Fressgarantie.
1. Bessere Aufnahme und Verfügbarkeit
Kräutersäfte enthalten die wirksamen Inhaltsstoffe in gelöster Form, was die Aufnahme im Körper erleichtert.Besonders bei Tieren mit empfindlicher Verdauung oder schlechter Kauleistung (z. B. alte Pferde oder Hunde) sind sie oft besser verträglich.
2. Höhere Bioverfügbarkeit
Durch die flüssige Form werden Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe schneller ins Blut aufgenommen, wodurch sie schneller wirken.Getrocknete Kräuter müssen erst im Verdauungstrakt aufgeschlossen werden, was länger dauert.
3. Keine Staubbelastung
Getrocknete Kräuter können stauben, was besonders für empfindliche Atemwege problematisch sein kann (z. B. Pferde mit COB oder Hunde mit Allergien).Kräutersäfte sind staubfrei und somit auch für Tiere mit Atemwegserkrankungen geeignet.
4. Einfachere Dosierung & Fütterung
Kräutersäfte lassen sich leichter ins Futter mischen oder direkt ins Maul geben.Besonders bei wählerischen Tieren kann die flüssige Form vorteilhaft sein, da die Akzeptanz oft höher ist als bei bitter schmeckenden, getrockneten Kräutern.
5. Keine Belastung durch minderwertige Futterqualität
Manche getrocknete Kräuter verlieren durch falsche Lagerung ihre Wirkstoffe oder enthalten Pilze, Schimmel oder Schadstoffe.Hochwertige Kräutersäfte sind frisch gepresst und schonend verarbeitet, sodass die Inhaltsstoffe weitgehend erhalten bleiben.
Ja, es können bis zu 3 Säfte gleichzeitig gefüttert werden.
Wir empfehlen die Gabe unseres Produkts zweimal täglich. Dies gewährleistet, dass der Organismus die wertvollen Kräuterwirkstoffe optimal aufnehmen kann. Eine Möglichkeit ist, das Futter bereits am Abend für die morgendliche Gabe durch den Stallwart etc. vorzubereiten, sofern es innerhalb von 24 Stunden verabreicht wird (besonders wichtig im Sommer). Alternativ kann eine Portion vor und eine nach der Reiteinheit gefüttert werden.
Falls die zweimalige Gabe nicht möglich ist, empfehlen wir, 80% der Gesamttagesdosis zu verabreichen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Beispielweise wären das 112 ml einmal täglich bei einer Gesamttagesdosis von 140 ml (70 ml + 70 ml). Unsere Erfahrung zeigt, dass eine regelmäßige zweimalige Gabe die beste Option ist, um die Wirksamkeit unserer Produkte voll auszuschöpfen.
Alle weiteren Fragen findest du in unseren 👉 FAQS
Unsere Produkte dienen als unterstützende Maßnahme in Form von Ergänzungsfuttermittel und ersetzen nicht tierärztliche Untersuchungen.